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Am Dienstag, 04.10.2022 ist das Pfarrbüro nicht besetzt.

 

 

 

EKHN
Henriette Crüwell

"Auch über unserer Zeit steht Gottes Verheißung"

Die neue Pröpstin Henriette Crüwell stellt sich vor.

„Was bist denn Du für ein komisches Obst,“ fragte ein Dreikäsehoch und grinste dabei verschmitzt von einem Ohr zum anderen. Gerade hatte ich in der KiTa erzählt, dass ich nach den Sommerferien als Pröpstin in Mainz anfangen würde. Nun tat ich mein Bestes, den Kindern zu erklären, dass Pröpste nichts mit Obst zu tun haben. „Stellt Euch vor, ich werde ganz viele Gemeinden besuchen und schauen, dass es allen gut geht. Mit anderen zusammen ist es meine Aufgabe zu überlegen, wie unsere Kirche auch in Zukunft ein Ort ist, wo sich Kleine und Große willkommen fühlen, und dafür zu beten. Außerdem segne ich die neuen und verabschiede die alten Pfarrer und Pfarrerinnen, die in den Ruhestand gehen.“ „Och, dann machst Du doch nichts anderes wie bei uns!“ lispelte ein Maxikind daraufhin altklug in die Runde. Und irgendwie hatte sie recht ... Denn als Pröpstin bin ich Seelsorgerin der Pfarrer und Pfarrerinnen, begleite die Gemeinden, wenn Stellen neu besetzt werden müssen, besuche sie im Rahmen des kirchlichen Besuchsdienstes (Visitation), will dafür sorgen, dass die Perspektiven der Gemeinden in Rheinhessen und Nassauer Land in der Kirchenleitung der EKHN auch und gerade in unserem Zukunftsprozess EKHN 2030 wahrgenommen werden, aber mich auch gemeinsam mit den Dekaninnen und Dekanen darum kümmern, dass die Entscheidungen der Gesamtkirche gut und transparent in die Region kommuniziert werden. Und ich sehe es als mein höchstes Amt, darauf zu achten, dass wir in all den Veränderungen, die schön und schmerzlich zugleich sind, die Freude am Glauben nicht verlieren.

Der vielfältige Blick einer bunten Biografie

Und weil es den Großen manchmal nicht anders geht wie den meisten Kleinen – ein Propst bzw. eine Pröpstin taucht ja nur zu besonderen Gelegenheiten im Gemeindealltag auf – möchte ich mich Ihnen, liebe Gemeindebriefleserinnen und -leser, kurz vorstellen, damit Sie mich nicht auch für eine exotische Frucht halten: Bis zum 31.8.22 war ich Pfarrerin der Friedenskirchengemeinde in Offenbach am Main und bin im vergangenen Herbst von der Kirchensynode zur Pröpstin für Rheinhessen und Nassauer Land gewählt worden. Katholisch getauft, begann ich nach meinem zweiten juristischen Staatsexamen das Studium der katholischen Theologie an der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und war eine der ersten gewählten Pfarrerinnen in der Alt-katholischen Kirche. Weil mir das allgemeine Priestertum aller Gläubigen im Laufe meiner ersten Amtsjahre immer wichtiger wurde, bin ich 2013 in die evangelische Kirche konvertiert und war nach dem Probedienst in der Rheinischen Landeskirche als Pfarrerin an der jugend-kultur-kirche sankt peter in Frankfurt am Main tätig. Ich freue mich sehr, dass unsere Kirchensynode, mich mit dieser bunten Biografie ins Amt der Pröpstin gewählt hat, und bringe diesen vielfältigen Blick gerne ein.

 

"Ich freue mich, mich mit Ihnen auf den Weg zu machen"

Es ist meine feste Überzeugung, dass wir nur gemeinsam Kirche Jesu Christi sind. Und als solche Kirche für andere und mit anderen zusammen. Eine Kirche, in der alle anders sein dürfen, weil in dieser bunten Vielfalt die Gegenwart Gottes erfahrbar wird. Unsere Synodalität ist mir deshalb ein großes Herzensanliegen, also gemeinsam nach Gottes Willen zu fragen, gemeinsam neue Wege zu suchen und gemeinsam zu entscheiden, weil Gottes Geist ja in allen am Werk ist. In den Kleinen wie den Großen. Ich freue mich sehr, mich mit Ihnen zusammen auf den Weg machen zu dürfen. Ich weiß, dass dieser Weg kein leichter sein wird. Aber wenn wir uns gegenseitig immer wieder erzählen, was wir auf diesem Weg auch an Schönem und Beglückenden entdecken, dann werden wir hoffentlich merken, dass Gottes Zukunft mit uns und unserer Welt schon längst begonnen hat. Denn jede Zeit ist Gottes Zeit. Auch unser schwarzer Sommer. Auch über unserer Zeit mit ihren Krisen und Sorgen steht Gottes Verheißung: „Dass ich Euch gebe Zukunft und Hoffnung!“ Bleiben Sie in dieser Hoffnung alle behütet und bewahrt. Gott befohlen!

Ihre Henriette Crüwell Pröpstin für Rheinhessen und Nassauer Land

Verwaltung der Pfarrstelle

Seit 1. Januar 2021 verwaltet Pfarrer i. R. Olaf Becher die Pfarrstelle für beide Kirchengemeinden. Er ist erreichbar unter folgenden Telefonnummern: 06774-9168222 oder 0174-4219739.

Neu: Sprechstunde im Pfarrbüro donnerstags von 18-20 Uhr, pandemiebedingt mit kurzer vorheriger Anfrage.

Organist (m/w/d) gesucht für die Ev. Kirchengemeinde Welterod

Die Kirchengemeinde Welterod sucht für ihre Kirchen in Welterod, Lipporn und Diethardt ab dem 1. Sept. 2021 einen Organisten (m/w/d). Nähere Infos über das Gemeindebüro.

Für jeden Tag: Gebete zum Glockengeläut und eine kleine Liturgie für Gottesdienst zu Hause

Glocken verbinden Menschen miteinander im gemeinsamen Hören und Innehalten, sie künden von Gottesdiensten und besonderen Ereignissen. Sie rufen zum Gedenken und zur Fürbitte. Glocken richten sich nicht allein an die christliche Gemeinde, sondern sie erklingen in der Welt.

Hier finden Sie Gebetsvorschläge für alle Wochentage (manchmal für den Morgen und für den Abend eines Tages) und am Schluss eine kleine Liturgie, in die Sie ein Gebet einfügen können wenn Sie allein oder mit anderen einen kleinen Gottesdienst feiern möchten.

Historische Orgeln in unseren Kirchen

Hans-Otto Rether und Eckhard Bahlmann haben 2018 die Kirchenorgeln der evangelischen Kirchen im Dekanat Nassauer Land dokumentiert. Auch in unseren Kirchen in Oberwallmenach, Welterod, Lipporn und Diethardt, gibt es wertvolle und schöne Instrumente.

Weitere Informationen aus dem Projekt "Orgeln in unseren Kirchen" haben wir hier zusammengestellt.

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